Freitag, 13. November 2015

P21 - Polizei






Polizei. Das Überfallkommando ist natürlich großartig, ich habe diese Illustration ja schon hier auf der Seite benutzt. Der Text in der Illustration hat mich etwas stutzig gemacht. Und noch etwas anderes: warum ist die Bezeichnung „der Fahrer“ denn beim Beifahrer? Ich habe auch noch mal mit der Lupe geschaut: der Strich geht eindeutig zum Beifahrer. Dazu habe ich dann die Ausgabe von 1944 herangezogen. Und tatsächlich hat man hier gewaltig überarbeitet, obwohl es eigentlich keine Nazi-Inhalte gibt. Die Tschakos etwas waren in NRW bis Anfang der Siebziger Jahre in Verwendung. Und jetzt ist auch klar, was es mit der Zuordnung auf sich hat. 1944 war es nicht der Fahrer, sondern der Führer. Das ist schon bizarr. 1952 galt dann schon: Heil mein Fahrer.







Das Überfallkommando habe ich übrigens völlig falsch verstanden. Ich dachte, es heißt so, weil der Einsatz überfallartig erfolgt. Unsinn. Es heißt so, weil diese motorisierten Gruppen vor allem bei Überfällen eingesetzt werden. Also so ähnlich wie die Feuerwehr: die zünden ja nichts an, sondern kämpfen gegen das Feuer. Ich wußte auch nicht, daß es Überfallkommandos auch heute noch gibt. Aber gut, überfallen wird ja immer.


Ich hätte jetzt mal geschätzt, daß es in Deutschland rund eine halbe Million Ampeln gibt. In Wirklichkeit sind es 1,5 Mio. Stück. Ursprünglich waren die Farben rot, grün und weiß. Wenn aber das Ampelglas kaputt war, zeigte die Ampel weiß statt rot, und deshalb ist man auf die heutigen Farben umgestiegen. Auch interessant, daß die sog. Heuerampel fehlt, eine alte Variante, bei der man auch die Restzeit der Rot- und Grünphase ablesen konnte. Die erste Ampel Deutschland gab es bekanntlich auf dem Potsdamer Platz, 1924. Auch sie hatte nebeneinanderliegende Lichter, wie hier die Hängeampel. In dem Ampelturm saß auch ein Polizist, der die Ampel bediente. Heute macht das natürlich Software. Ich habe mir einmal ein Prospekt angeschaut für solche Steuerungssoftware. Und wie in allen technischen Spezialwelten gibt es hier wunderbare Formulierungen und Worte: „Sättigungsverkehrstärke“, „Kapazität der bedingt verträglichen Links‐ und Rechtsabbieger“, „Signalzeitenplan“. Es ist immer wieder verblüffend: man glaubt, so etwas wie Lichtsignalsteuerung ist ein recht einfacher Komplex, aber tatsächlich ist es ein ganzes Universum, geschaffen zur „Optimierung der Grünzeiten“.
 






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