Freitag, 24. November 2017

Z17 -. Zwiebel, Zylinder etc. – Vorletzter Post



 
Zwiebeln. Zwiebeln braucht man immer. Überlegt mal, wie viele Rezepte Ihr so auf Lager habt, und wie viele ohne Zwiebel auskommen. Eben. Die Zwiebel ist der Innenverteidiger der Gemüsen. Sie wird IMMER gebraucht. Und nicht gerade wenige Gerichte, die sozusagen hauptsächlich auf der Zwiebel ruhen. Wie zum Beispiel mein Gulasch, das eigentlich eher ein Pfeffer Potthast ist und wahnsinnig viel Zwiebel braucht, und Zeit. Die Hartnäckigkeit der Zwiebel erkennt man schon daran, daß sie seit 5.000 Jahren kultiviert wird. Damit ihr das auch richtig kapiert: als Jesus in die Windeln gemacht hat, da war die Zwiebel schon 3000 Jahre im Einsatz. Zu ägyptischen Zeiten diente sie als Zahlungsmittel – der Bau der Pyramiden wurde mit Zwiebeln bezahlt. Verblüffend! Und Schnuckies, bald ist ja Schluß hier, das ist der VORLETZTE POST heute, aber so leicht werdet ihr mich nicht los. Und im neuen Blog, das sei schon einmal verraten, wird es sehr viel um SUPPE gehen. Ja, werde Foodblogger, aber bis es so weit ist, mache ich noch ein wenig Fashion Blogging:
 
Zylinder. Der Zylinder ist ungefähr um 1820 so richtig modisch und beherrschte den Rest des 19. Jahrhunderts. Ich habe Hüte generell, nicht nur den Zylinder, stets für eine Fehlevolution der Kopfbedeckungen gehalten und nie einen besessen. Erstens hält er nicht warm. Zweitens fliegt er leicht weg. Und dann muß man ihn auch irgendwo hinlegen, auf die Hutablage. Bevor ich Hüte aber generell und für immer schlecht mache, gibt es eine große Ausnahme bei den Hutträgern: das ist Ericas Vater. Der ist jeden Morgen aus dem Haus gegangen, mit einem grauen Hut, durch halb Ostwestfalen gewandert und wieder zurückgekommen. Leider ist er vor Jahren gestorben. Aber ihr wißt, was in Ericas Elternhaus auf der Hutablage liegt? Genau. Dieser Mann konnte Hut. Wir können es eher nicht.
 
Zwieback. Hä, Einback? Habt ihr davon mal gehört? Nie gehört, nie gesehen. Wobei mir peinlicherweise auch jetzt erst auffällt, daß Zwieback zweifach gebacken bedeutet. Und wo es Zweiback gibt, da muß es auch Einback geben. Einback ist aber keinesfalls ein halb fabrizierter Zwieback, sondern wird eigenständig verkauft und verputzt. Warum weiß ich das alles nicht? Warum stellt sich nach fünf Jahren Brockhaus-Blog heraus, daß ich von den einfachsten und einbacksten Sachen keine Ahnung habe? Aber noch ein Wort zu Schiffszwieback: davon habe ich immer in maritimen Romanen gelesen. Obwohl der Schiffszwieback da nicht wegkommt: er sei hart, und bröckelig. Aber hey, würde es im PENNY-Markt Schiffszwieback geben, ich wäre SOFORT dabei. Schiffszwieback!
 
Wißt ihr was? Ich werde etwas rührselig. Es ist schade, dass es hier vorbei ist. Es ist natürlich auch gut so,  denn es hatte seine Zeit, und die ist vorbei. Aber: ich werde das hier vermissen. Echt.

Kommentare:

  1. Als stille Mitleserin seit langer Zeit kann ich aus tiefstem Herzen sagen, ich werde die Blogeinträge hier auch sehr vermissen! Vielen Dank für all die Mühe und Arbeit. Ich habe viel gelernt!

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    1. Liebe Liisa, danke für Ihren netten Worte! Grüße! Joachim Göb

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